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Kapitel 9 · Damit es rund läuft

Die wichtigsten Tipps für die tägliche Zusammenarbeit.

Kapitel 9 von 10
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Ein paar einfache Handgriffe machen den Alltag mit ihm leichter. Hier sind die wichtigsten.

1 · Wenn er langsamer wird: Platz schaffen mit /new.

Jedes Gespräch mit ihm wächst mit. Alles, was ihr euch schreibt, jede Datei und jedes Zwischenergebnis behält er im Blick, solange das Gespräch läuft. Das ist gut, denn so weiß er immer, worum es gerade geht. Nach vielen Stunden oder Tagen wird es aber voll.

Stell es dir vor wie den Arbeitsspeicher deines Computers. Sind zu viele Programme und Fenster offen, wird alles zäh. Schließt du sie, läuft er wieder blitzschnell. Genau das machst du mit /new.

Und keine Sorge: Wenn du Fenster schließt, bleiben deine Dateien auf der Festplatte. Genauso bleibt bei ihm alles, was er sich gemerkt hat: deine Regeln, deine Dokumente, deine Daueraufträge. Nur das laufende Gespräch beginnt neu.

Links ein Bildschirm voller offener Fenster, darüber „Gespräch voll“. Rechts derselbe Bildschirm aufgeräumt, darüber „/new“. Darunter, unverändert in beiden Bildern, ein Regal in Kupfer: „Sein Gedächtnis: Regeln · Dokumente · Daueraufträge“.

Woran du es merkst. Er antwortet langsamer, fragt nach etwas, das du schon gesagt hast, oder reagiert nicht mehr.

1 · Aufschreiben lassen: „Schreib dir kurz auf, wo wir stehen und was als Nächstes kommt.“

2 · /new schicken: Schreib „/new“ als eigene Nachricht ohne weiteren Text in den Chat.

3 · Weitermachen: „Mach weiter mit …“

Gute Momente dafür: morgens zum Start, nach einem großen Projekt oder beim Themenwechsel. Nicht mitten in einem Briefing oder während er gerade an etwas arbeitet.

Arbeitet ihr im Team mit ihm? Dann teilt ihr euch ein gemeinsames Gespräch. Es füllt sich schneller, und ein /new gilt für alle. Sprecht euch kurz ab, bevor jemand es schickt (Kapitel 8).

2 · Lieber eine lange Nachricht als fünf kurze.

Er reagiert sofort auf jede Nachricht und befasst sich gleich damit. Schickst du ihm fünf kurze Nachrichten hintereinander, bearbeitet er jede erst einmal für sich. Das kostet Zeit, und wichtige Informationen bekommt er unter Umständen erst nachgelagert.

Eine lange Nachricht liest er dagegen komplett am Stück und reagiert auf alles auf einmal. So hat er von Anfang an das ganze Bild. Gewöhn dir das am besten gleich zu Beginn an.
Hast du richtig viel auf einmal, also mehrere Dateien, Fotos oder Sprachnachrichten, dann nimm das Briefing aus Kapitel 2.

3 · Lass dir bestätigen, dass er dich verstanden hat.

Bei einer wichtigen Anweisung oder nach einem Briefing willst du sicher sein, dass alles richtig angekommen ist. Dann schreib am Ende einfach dazu:

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„Bestätige mir kurz, dass du meine Anweisung (mein Briefing) verstanden hast.“

Er bestätigt dir kurz, was er verstanden hat. Danach beginnt er mit der eigentlichen Aufgabe.

4 · Wenn etwas hakt: die häufigsten Fälle.

Fast alles, was im Alltag klemmt, löst du mit einem Satz.

Er antwortet nicht. Schau auf das 👀 an deiner Nachricht. Es heißt: angekommen. Ist es da, arbeitet er daran. Frag einmal „Wie weit bist du?“, statt fünfmal nachzuschreiben. Ist nach ein paar Minuten kein 👀 da: zweiter Kanal, dann der Doktor (Teil 1, Schritt 6). Antworten beide nicht, ist das eine Störung. Störungen haben bei uns Vorrang.

Störung melden

Du hast ihm mehrere Sachen geschickt. Gleiche kurz mit ihm ab, ob alles angekommen ist, gern mit der Anzahl: „Ich habe dir fünf Sprachnachrichten, drei Fotos und zwei Dateien geschickt. Ist alles da?“ So bist du sicher, was er hat, bevor er mit der Arbeit beginnt (Kapitel 2, Briefing).

Er hat deine Sprachnachricht falsch verstanden. Namen, Zahlen, Mailadressen und Beträge lieber tippen. Bei Wichtigem: „Fass kurz zusammen, was du verstanden hast.“

Er läuft in die falsche Richtung. Schreib „Stopp“ als eigene Nachricht in den Chat, dann stellst du es richtig. Beim nächsten größeren Auftrag lässt du dir erst sein Konzept zeigen (Kapitel 2).

Du verstehst eine Meldung von ihm nicht. Manchmal schickt er dir eine Status- oder Fehlermeldung, die du nicht verstehst oder keinem Auftrag zuordnen kannst. Frag ihn einfach: „Was meinst du damit?“ Er erklärt dir, warum er sie geschrieben hat und was sie bedeutet. Und falls nötig, korrigiert er sie gleich selbst.

Er hat vergessen, was du gesagt hast. Der Chat mit ihm ist nicht sein Gedächtnis. Sein Gedächtnis ist eher wie ein Notizbuch: Wichtiges schreibt er dort hinein, als Dateien auf seinem Rechner bei dir. Was im Notizbuch steht, bleibt, auch nach /new. Das laufende Gespräch dagegen ist wie die offenen Fenster aus Tipp 1. Es wird irgendwann voll, und dann fasst er ältere Teile selbst zusammen, damit wieder Platz ist. Das ist in Ordnung, nur können dabei Einzelheiten verloren gehen. Deshalb: Was bleiben soll, gibst du ihm ausdrücklich ins Notizbuch: „Merk dir das als harte Regel.“ (Kapitel 3). Nachprüfen kannst du jederzeit: „Was hast du dir über … gemerkt?“

Er bringt Themen durcheinander. Arbeitet ihr gerade intensiv an einem wichtigen Thema, unterbrich das möglichst nicht mit anderen Themen. Musst du doch kurz etwas anderes loswerden, sag es ihm dazu: „Mal kurz was ganz anderes, danach machen wir mit unserem Thema weiter.“ Dann weiß er, dass das nur ein Einschub ist, und macht danach nahtlos weiter. Willst du richtig wechseln, schreib „/new“ oder „Neues Thema: …“. Unterwegs aus dem Auto darf es dagegen ruhig bunt durcheinandergehen (Kapitel 2).

Eine große Datei kommt nicht an. Große Dateien wie zum Beispiel Videos legst du in euren gemeinsamen Ordner und sagst ihm den Dateinamen. Dann holt er sie sich direkt von dort, und du musst sie nicht in den Chat schicken (Teil 1, Schritt 4).

Er sagt, dass er das gerade nicht umsetzen kann. Meist fehlt dafür ein Zugang, ein Dokument oder eine andere Information. Frag zurück: „Was brauchst du von mir, damit du es selbstständig lösen kannst?“ So kommt ihr beide schneller voran und arbeitet zielorientiert zusammen (Kapitel 6).

Er hat mittendrin aufgehört. „Wo stehst du? Mach weiter.“ Bei langen Aufgaben vereinbart ihr vorher Zwischenstände (Kapitel 5).

Er schreibt plötzlich ein paar Sätze auf Englisch. Das kann passieren und ist kein Fehler. Im Hintergrund arbeitet er mit Befehlen, Programmen und Fehlermeldungen, und die sind fast alle auf Englisch. Notiert er sich dabei kurz, was er gerade tut, rutscht so eine Notiz manchmal in seine Antwort. Meist betrifft das solche Arbeitsschritte, nicht die Inhalte, auf die es dir ankommt. Stört es dich: „Merk dir als harte Regel: Schreib mir immer auf Deutsch, auch Zwischenstände.“ (Kapitel 3)

Hundert Hände

Läuft es rund, sind alle hundert Hände bei der Arbeit.

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