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Weiter mit Kapitel 1Zur ÜbersichtAchte eine Woche lang auf diesen Gedanken. Jedes Mal, wenn er auftaucht, hast du einen Dauerauftrag gefunden. Aus jedem gelungenen Auftrag kann einer werden, du musst es nur sagen.
Du: Die Wochenübersicht ist super. Mach das ab jetzt jeden Freitag um 16 Uhr.
Er: Eingerichtet. Läuft ab sofort, auch wenn du im Urlaub bist. Ändern oder pausieren kannst du es jederzeit mit einem Satz.
Einmal-Auftrag: „Werte diese Tabelle aus.“ Erledigt, abgehakt.
Dauerauftrag: „… und ab jetzt jeden Montag.“ Die Aufgabe verschwindet für immer von deinem Tisch.
Was ist ein Cron-Job? Den Begriff wirst du öfter hören. Gemeint ist genau das: ein Auftrag, der einmal voreingestellt wird und dann immer von selbst passiert. Jeden Morgen, jeden Montag, jeden Monatsersten, zu der Uhrzeit, die du festlegst. Wie ein Wecker, nur dass danach nicht du an die Arbeit gehst, sondern er.
Was bei dir von selbst laufen kann.
Ein paar Ideen, damit du ein Gefühl dafür bekommst:
Jeden Morgen um 7 Uhr. Dein Posteingang ist sortiert, und die drei wichtigsten Dinge des Tages liegen auf deinem Handy.
Jeden Montag. Umsatz, Anfragen und offene Angebote der Vorwoche auf einen Blick, mit Vergleich zum Vormonat.
Jeden Abend. Für neue Kundenanfragen liegen die Antworten als Entwurf bereit.
Jeden Monatsersten. Offene Rechnungen sind geprüft, die Zahlungserinnerungen vorbereitet.
Jede Woche. Neue Bewertungen über dein Unternehmen sind eingesammelt, die Antworten formuliert. Und die Preise deiner Wettbewerber hat er im Blick.
Vor jedem Kundengeburtstag. Ein persönlicher Glückwunsch, fertig geschrieben.
Jedes Quartal. Die Belege für den Steuerberater sind zusammengestellt und sortiert.
Dein Marketing läuft von selbst.
Das stärkste Beispiel zeigt, wie weit das geht. Du willst auf Instagram und Facebook regelmäßig sichtbar sein, aber im Alltag kommt der nächste Post nie dran? Dann gib ihm das Ganze.
Du: Ich will auf Instagram und Facebook regelmäßig sichtbar sein. Mach mir einen Marketingplan für die nächsten drei Monate, mit allen Inhalten, und zieh ihn durch.
Er: Gern. Ich schlage dir drei Posts pro Woche vor und dazu eine Werbekampagne für dein neues Angebot. Den Plan mit Themen, Texten und Bildern bekommst du morgen früh zur Freigabe.
Ab da läuft es, Woche für Woche:
1 · Planen. Ein kompletter Marketingplan: Themen, Termine, Kanäle.
2 · Erstellen. Texte, Bilder, Grafiken und kurze Videos, in deinem Look.
3 · Posten. Pünktlich nach Plan, ohne dass du daran denken musst.
4 · Werben. Er entwirft Kampagnen und schaltet Anzeigen, im Rahmen des Budgets, das du festlegst.
5 · Auswerten. Er prüft laufend, welche Anzeige wirkt und welche nicht, und sagt es dir.
6 · Nachsteuern. Er ändert die Einstellungen, stärkt, was funktioniert, und stoppt, was nichts bringt. So startet jede Runde besser als die letzte.

Übrigens: Er ist ein Profi im Werbeanzeigenmanager und in der Business Suite von Meta, also genau dort, wo Werbung für Instagram und Facebook gesteuert wird. Im Grunde ersetzt er damit deine Social-Media-Agentur und deine Kampagnensteuerung. Und das alles kann vollautomatisch laufen.
Wie viel er dabei allein entscheidet, bestimmst du, genau wie in Kapitel 4. Am Anfang gibst du Plan, Posts und Budget frei. Wenn du siehst, dass es läuft, lässt du ihn den freigegebenen Plan allein durchziehen. Das Budget bleibt deine Grenze.
So geht das mit fast allem. Was er einmal kann, kann er auch regelmäßig: den Newsletter jeden Monat, die Landingpage für jedes neue Angebot, das geschnittene Video nach jeder Kundenveranstaltung, die Auswertung nach jeder Kampagne. Überleg dir, was bei dir immer wieder anfällt. Genau dort liegen deine nächsten Daueraufträge.
„Das sind meine Aufgaben, die immer wiederkommen: [Liste]. Welche davon kannst du als Dauerauftrag übernehmen? Mach mir fünf Vorschläge, das Wichtigste zuerst.“
Fristen, Zwischenstände, Lebenszeichen.
Gutes Delegieren heißt nicht, Arbeit ins Dunkle zu werfen. Drei Gewohnheiten geben dir Überblick, ohne dass du nachfragen musst:
Frist mitgeben. „Bis 15 Uhr.“ Mit Frist richtet er sich nach dir und sagt sofort, wenn etwas nicht zu schaffen ist.
Zwischenstand bestellen. „Melde dich zur Halbzeit.“ So korrigierst du den Kurs, bevor das Ergebnis fertig ist.
Lebenszeichen vereinbaren. „Wenn etwas länger dauert, sag mir zwischendurch, woran du bist.“ Du musst nie fragen: „Und, wie weit bist du?“
Er erinnert auch dich. An Fristen, Wiedervorlagen und alles, was du sonst auf einen Zettel schreibst: „Erinner mich Donnerstag früh an die Dokumente für den Steuerberater.“
Er, 14:10 Uhr: Zwischenstand Wettbewerbs-Recherche: zwei von drei Anbietern fertig. Auffällig: Anbieter B hat die Preise gesenkt. Soll ich gleich eine Gegenüberstellung mit unserer Preisliste bauen?
Du: Ja, gute Idee.
Er denkt mit, lass ihn. Der wertvollste Moment ist nicht der Zwischenstand, sondern der Vorschlag. Je öfter du Vorschläge annimmst oder begründet ablehnst, desto besser weiß er, was Mitdenken für dich heißt.
Laufen Daueraufträge auch, wenn ich nicht da bin?
Ja, auch nachts, am Wochenende und im Urlaub.
Wie sehe ich, was alles läuft?
Frag ihn: „Zeig mir alle Daueraufträge.“ Ändern, pausieren oder löschen geht mit einem Satz.
Jeder Dauerauftrag ist eine Hand, die für immer für dich arbeitet.
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